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Zweisprachige Bildungszweige haben in Deutschland wieder an Ansehen gewonnen, das hängt einerseits damit zusammen, daß das Interesse an Initiativen, die eine bessere Qualität des Unterrichts hervorbringen, wieder größer geworden ist und andererseits damit, daß zur Zeit auf eine intensivere sprachliche Ausbildung mehr Wert gelegt wird. Ein gewisser Umschwung ist daher wahrnehmbar. Die Verwaltungsbehörden und die Verantwortlichen in der Politik rechtfertigen die Tatsache, daß sie spezielle Bildungszweige begünstigen, sie tendieren dazu, beeinflußt durch die zweisprachigen Bildungsgänge, das intensivere Unterrichten von Sprachen zu fördern, auch in anderen Schulformen als im traditionellen Gymnasium. Zielgruppe sind nun die Realschulen und die Gesamtschulen. In NRW wird der Versuch unternommen, die Kurse der Sachfach in einer Fremdsprache außerhalb der Gymnasien zu fördern. Die Errungenschaften der bilingualen Züge sind ein Resultat der Überlegungen über die schulische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich. Die Programme, die seit dem Vertrag von Baden-Baden erarbeitet wurden, neigen sich ihrem Ende zu. Beim nächsten deutsch-französischen Gipfel im Herbst 2000 werden sie im Mittelpunkt stehen. Es besteht für alle Partner die Möglichkeit über die Realität und die Qualität ihrer Tätigkeit zu berichten. Für 2001 ist ein Kongress der bilingualen Züge vorgesehen. Die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland von Herrn Mäsch ist verantwortlich für die Organisation dieser Großveranstaltung, die gleichzeitig auch eine Messe für bilinguale Züge sein wird und die Gelegenheit für ein Zusammentreffen der Schüler wie 1997 in Aachen. (10/00) Wichtige Links
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Die zweisprachige Züge: Eine Priorität der deutsch- französischen Zusammenarbeit Auf die besondere Bedeutung der zweisprachigen Züge in der Sekundarstufe haben die Verantwortlichen beider Länder mehrfach hingewiesen. Ziel ist, den Schülern gute Kenntnisse der Partnersprache und des Partnerlandes zu vermitteln. Dieses Ziel steht voll und ganz in der Kontinuität der von Deutschland und Frankreich unternommenen Anstrengungen seit dem Deutsch-Französischen Vertrag aus dem Jahre 1963 (vgl. Sammlung der Beschlüsse der deutsch-französischen Zusammenarbeit in den Bereichen Schule, berufliche Bildung und Hochschule auf der Grundlage des deutsch-französischen Vertrages [Deutsch-Französische Beschlußsammlung - "DFBS"], deutschsprachige Ausgabe 1995, französischsprachige Ausgabe 1994). In ihrer gemeinsamen Erklärung vom 30. Mai 1994 über die Durchführung gemeinsamer Aktionen im Rahmen der deutsch-französischen Zusammenarbeit im schulischen Bereich waren der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland und der französische Bildungsminister übereingekommen, um das Angebot der zweisprachigen Züge mit deutsch-französischem Profil zu fördern (zweisprachige Züge in Deutschland, europäische Fachrichtungen in Frankreich) [...] ein gemeinsames Programm zur Entwicklung und Zusammenarbeit einzurichten. Dieses Programm hat zum Ziel: - in den beiden Partnerländern an der Entwicklung zweisprachiger Züge mit deutsch-französischem Profil zu arbeiten, die quantitativ und qualitativ vergleichbar sein sollen, - eine angemessene Einrichtung dieser Züge und ihre Ausdehnung mithilfe von Organisationsmodellen zu unterstützen, die in den Schulsystemen beider Partnerländer anwendbar sind." - die Umsetzung des Programms - die Ziele - der Rahmen der Förderungsmabnahmen un die grobe Ausrichtung - die Modalitäten der Umsetzung - die Evaluation Die mit diesem neuen Programm verbundenen Arbeiten haben im Schuljahr 1995/96 begonne. Eine Zwischenbilanz wurde im Anschlub an ein Treffen der Vertreter der Behörden, der Schulen und der mit diesem Projekt befabten Beobachter im Pädagogischen Zentrum Soest (Herbst 1997) erstellt. Vom 19.09.1997 haben beide Seiten in der "Feststellung der Ergebnisse des Bildungs- und Kulturteils"3 ihre übereinstimmende Auffassung zum Ausdruck gebracht, daß das Angebot der bilingualen Bildungsgänge ausgebaut und programmgemäß weiterentwickelt werden soll. Konkretes Ziel bis zum Jahr 2000 ist eine Verdopplung der Gesamtzahl der Schulen, die an dem Kooperationsprogramm "Sprache Plus" (europäische Deutschzüge in Frankreich und bilinguale Französischzüge in Deutschland) teilnehmen, von derzeit ca. 50. |
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