Auteur:

Bernard CLAVEL

Titre:

L'homme du Labrador

Editeur:

Flammarion

Année de parution:

Nombre de pages:

ca. 100


Résumé

     Un jour tout à fait ordinaire, un lieu triste et sombre, le café "Les trois Maries". Lyon en novembre, gris de brouillard, morne, mouillé dans la pluie grise... C'est un cadre exigu dans lequel le lecteur est entraîné pour y rencontrer une serveuse aux cheveux roux qui, en "bonne bouseuse" fait consciencieusement son travail en l'absence du propriétaire du café qui semble lui faire entièrement confiance: Une des ces tranches de vie quotidienne !... elle ne semble pas présenter l'endroit attirant qu'un lecteur à la recherche d'une expérience fascinante arttendrait !

     Mais alors, la porte grince, mal soulevée par l'inconnu qui entre dans ce café délabré où , en dehors des jours du marché, ne viennent que les habitués de ce vieux quartier de Lyon.

     Cet inconnu, de stature imposante, attire l'attention de la servante qui fait d'abord preuve d'une certaine distance. Quand il se dit à la recherche d'un ami, un certain Dillon Wallace, elle lui demande à s'adresser plus tard au patron parce qu'elle, elle n'a jamais vu un Dillon Wallace dans ce café. Mais dans le vide et puis le train train habituel qui s'installent dans ce café après le départ de l'inconnu, elle ne peut pas s'empêcher à penser à lui.

     Le soir venu, le patron présent, la salle remplie des habitués du café, l'inconnu revient et se présente comme Freddy Jacquier.Il est à la recherche de son compagnon Dillon Wallace pour repartir avec lui dans le Grand Nord : Le Labrador, pays lointain, pays sauvage, pays d'espace, de liberté et de possibilités inimaginables... et voilà les clients du café, et avec eux la serveuse, partis dans l'imagination d'un départ à la conquête de ce pays mystérieux !
     Cet inconnu,va-t-il repartir à une expédition ?...va-t-il retrouver son compagnon ? ...que fera-t-il s'il ne le trouve pas ? ...partir à ce pays extraordinaire, ne serait-ce pas aussi la chose à faire pour l'un ou l'autre des habitués du café ?...pour la serveuse ?

 

Biographie de l'auteur:

     Bernard Clavel wurde 1923 im Jura als Sohn eines Bäckers geboren und ist in Lons-le-Saunier, nicht weit von Dole aufgewachsen. Er besuchte die Schule nur bis zu seinem 14. Lebensjahr und trat dann eine Konditorlehre in Dole an. Seine Kindheits- und Jugendträumereien , seine noch kindliche Seele wurden in der Lehrzeit mit einer harten Realität konfrontiert und weckten in ihm grundlegenden Widerspruch zu den bestehenden Lebensumständen und ließen ihn nach einem erfüllteren Leben suchen. Er wandte sich zunächst der Kunst zu und begann mit der Malerei, die Begegnung mit dem Leben an der Rhône brachte ihn dann aber zur Literatur. Die Jugendjahre der Lehre, die er 1939 beendete, die Kriegszeit bis 1945 und die Jahre des Neuanfangs nach 1945 prägten ihn tief und finden in seinem Romanzyklus La Grande Patience ihren literarischen Niederschlag. Für den vierten Band dieses Zyklus Les Fruits de l'Hiver erhielt er 1968 den "Prix Goncourt".

     Auch andere Romane der frühen Phase fanden große Beachtung und wurden verfilmt oder für das Fernsehen bearbeitet: "L'Espagnol", "La maison des autres", "Le Tonnerre de Dieux".

     Von den literarischen Kreisen Frankreichs lange als "regionaler Autor" oder als "proletarischer Autor" klassifiziert und wenig geehrt , erfreuten sich seine Romane trotz dieser geringen literarischen Beachtung einer zahlreichen Leserschaft. Sie wurden in viele Sprachen übersetzt und in Taschenbuchauflagen einem breiten Publikum zugänglich. Die zahlreichen Romane Bernard Clavels machen ihn zu einem Romanautoren, der an der dritten Stelle der Lesergunst des französischen Publikums steht.

     Mit dem Romanzyklus Les Colonnes du Ciel und dem Zyklus Le Royaume du Nord spannt Bernard Clavel einen weiten Bogen: Von der Zeit des Dreißig Jährigen Krieges im Jura bis zum Leben der Franzosen in der "Neuen Welt" Québecs. Andere Romane sind durch einen tiefgehend pazifistisch-humanitären Geist geprägt und behandeln elementare Grundfragen menschlichen Lebens. Seit über zwanzig Jahren ist er mit Josette Pratte, einer Franko-Canadierin verheiratet, die sich ebenfalls dem Roman zuwandte. Als Autorenpaar arbeiten sie seitdem Seite an Seite.

     Sein letzter Roman Le Soleil des Morts (1998) ist dem Lebenszyklus eines aufrechten Mannes, im Gedenken an seinen Onkel, der ihn sehr beeinflußte, gewidmet und durchschreitet die Zeit der der deutsch-französischen Kriege von 1871 bis 1945.

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

     Dieser Roman von ca. 100 Seiten Länge, - ein fast novellenhafter Romanumfang -, ist einer der Schüsselromane im Werk des zeitgenössischen französischen Autoren Bernard Clavel. Er behandelt, wie ein Scharnierteil zwischen den beiden großen Romanzyklen Les Colonnes du Ciel (Band 4: Les Compagnons du Nouveau Monde) und Le Royaume du Nord (Bd 1: Harricana) das Schlüsselthema, das die beiden Romanzyklen verbindet: Das Thema des Aufbrauchs zu einem neuen Leben, zu einer neuen Herausforderung im Ringen um die Selbstverwirklichung in Freiheit.

     Der Roman L'homme du Labrador ist dabei von einer enormen erzählerischen Dichte und eignet sich deswegen gut für die Lektürearbeit mit Schülerinnen und Schülern, z.B. in Grund- und Leistungskursen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 an den Gymnasien.

     Sein Thema ist für die Lektürearbeit mit Jugendlichen, die selbst in der Phase der Persönlichkeitsbildung und Suche nach Lebenszielen stehen, interessant und motivierend; es lassen sich vielfältige Grundsatzfragen aus der Lektüre entwickeln und diskutieren.

Einsatzmöglichkeiten im Rahmen einer "Classe de Lecture"
     Bei Schülerinnen und Schülern den Spaß am Lesen wieder zu wecken, ist nicht nur eine Aufgabe des Deutschunterrichts. Auch der Fremdsprachliche Unterricht der Gymnasialen Oberstufe sollte darin eine wichtige Aufgabe sehen. Dabei muß es vor allem darum gehen , Schülerinnen und Schüler wieder für die Ganzschriftlektüre zu gewinnen.

     Wegen seiner erzählerischen Dichte eignet sich gerade dieser Roman gut als Text für eine solche Ganzschriftlektüre. Bei ihr sollen SchülerInnen den Gesamttext selbständig in einer ersten Lektüre aufnehmen und dann ihre persönliche Rezeption des Romans vorstellen und mit den MitschülerInnen diskutieren: Die unterschiedlichen Verstehensweisen des Verhaltens und der Charaktere der Hauptpersonen, die bei der ersten Lektüre entstehen, bieten reichlich Diskussionsstoff:
Einschätzungsunterschiede werden deutlich, ihre Hinterfragung durch die anderen Schüler vertieft das Erstverständnis und gibt den Anstoß zur vertieften Lektüre.

     Für eine Lektürearbeit, die darauf abzielt, die SchülerInnen ihre verschiedenen Leseerfahrungen äußern, vergleichen, bewerten und vertiefen zu lassen, ist es wichtig, daß bei der Erstlektüre der Text insgesamt gelesen wird, auch unter in Kaufnahme von verbleibenden Unklarheiten, Mißverständnissen, zu öberflächlichen Rezeptionen. Wesentlich ist , die SchülerInnen ihre persönlich Rezeption mit der der MitschülerInnen vergleichen zu lassen.

     In einer Zweiten Lektürephase wird dann das z.T. unvollständige, noch vage oder widersprüchliche Bild von den Personengruppen des Romans einer vertiefenden Letüre unterzogen.

     Die Dritte Lektürephase dient der Erfassung des Handlungs- und Erzählablaufs: Dabei werden die Wendepunkte, Spannungsmomente und das Ende/Ende ? hinterfragt.

     Dieser dreifache Lektüredurchgang sorgt für eine Verdichtung der Rezeption bei ständiger Diskussion über die Neuwertung von vertieft betrachteten Aspekten. Die Gesamtwertung sollte dabei offen bleiben, denn es geht bei einer solchen Ganzschriftlektüre mit Schülerinnen und Schülern nicht um 'die wissenschaftlich korrekte' Interpretation, sondern die Rezeption des Romans durch den jeweiligen Leser. Diese Weise der Arbeit mit dem Roman soll die Schülerinnen und Schülern neu zum eigenständigen Lesen von literarischen Texten motivieren, indem sie erfahren, daß ihr persönliches Leseerlebnis im Gespräch mit Mitschülern vertieft, geändert, bestätigt und immer wieder neu angestoßen werden kann.
( Arbeitsblätter für diesen Erarbeitungsansatz können angefragt werden:
e-mail : ASchwering@t-online-de ).

     Der Roman eignet sich aber ebenfalls für einen Lektüreansatz traditionellerer Art. Er läßt sich z.B. gut in ein Halbjahresthema "Nouvelles - Vermittlung und Analyse der entsprechenden Gattung " einbetten. Auch als literarischer Text in einem Thema "La France entre les deux guerres" kann der Roman gut eingesetzt werden.

 

Auszug aus dem Roman:

     (Quand le patron du café arrive, la soirée, animée par les histoires de l'inconnu, passe s'en que personne ne s'en rende compte, tellement les histoires de cet homme bizarre sont fascinantes. À l'heure de la fermeture, la serveuse et lui sont les derniers a quitter le bistro)

     "Ils ont regardé le vieil homme, tout frêle et mal assuré sur le mauvais pavage, s'éloigner dans les lueurs troubles. Lorsque son pas a tourné l'angle, un beau silence s'est établi entre les murs dont le haut se confond avec l'infini de la nuit. Freddy Jacquier s'est tourné vers la rouquine pour demander:
     - Vous allez de quel côté ?
Elle a fait un geste vers la droite en disant:
     - J'habite rue du Boeuf.
     Sans offrir de l'accompagner, il s'est mis à marcher à côté d'elle, au milieu de ces ruelles étroites que les chats traversent comme des flèches à la poursuite de gros rats couinants. De vagues silhouettes apparaissent parfois dans les lointains de brume qu'éclairent les réverbères et la lueur filtrant des rideaux sombres de quelques fenêtres. Ça et là, un poste de T.S.F. laisse couler d'une traboule un air d'accordéon ou la voix d'une chanteuse. Tout paraît infiniment lointain dans cet univers feutré où flottent d'écœurants relents. Les talons de Sophie battent, accrochent parfois et grincent. L'Homme du Labrador, sur ses semelles souples, marche du même pas silencieux que s'il foulait la neige fraîche des immensités.
     Ils ont tourné un angle, puis un autre pour suivre à présent la rue Saint-Jean. Ils ont presque atteint la place du Change lorsque l'homme déclare:
     - L'or, c'est vrai qu'on peut le ramasser à la brouette, là-bas. Et pour qui a déjà de l'expérience du pays, c'est moins dur qu'on ne le dit.
Elle ne souffle mot, simplement, elle s'est rapprochée à le frôler du coude.
     - Fait voir, ce pays-là, c'est un monde !... L'enfer. L'enfer avec toujours la promesse du paradis. On peut pas imaginer...
     Il s'arrête de parler le temps de quelques pas, mais tout en lui montre qu'à l'intérieur, il poursuit sa quête sur cette terre lointaine. La clarté des étendues blanches éclaire son visage, la profondeur insondable des vastes plateaux se reflète dans l'eau noire de son regard.
     - Sur le lac Michikamau, on a fait près de deux cents kilomètres à la recherche des Indiens Naskaupi. Dillon comptait sur eux pour nous servir de guides. Moi, j'y croyais pas. J'étais pour qu'on prenne une autre voie de pénétration, mais Wallace a une tête de pioche. Comme il faut toujours un chef dans une expédition, on s'était mis d'accord: en cas de litige, il l'emportait. Normal. La carte, c'est lui qui l'avait dressée avec les documents géographiques qu'un vieil Indien lui avait vendus, à New York. Sans doute un qui avait fait la peau d'un géologue... Wallace avait payé recta. Le reste nous concernait pas. On n'est pas flics. Aux tuniques rouges de faire leur boulot.
     Ils viennent d'atteindre le milieu de la rue du Bœuf, plus étroite t plus sombre encore que les autres. Un chien renverse à grand bruit une lessiveuse d'où déferle vers la rigole un flot d'ordures. L'animal se sauve. Le silence est tel après ce vacarme que l'on perçoit nettement le grignotis des pattes griffues sur les pavés.
     - C'est là, souffle la serveuse.
     Elle ne l'invite pas à entrer, mais elle ne fait rien qui exprime son intention de le laisser dehors. Il se frotte la barbe un instant avant de demander:
     - Comment tu t'appelles?
     - Sophie ... Sophie Marion.
     Sans l'ombre d'une hésitation, il décrète:
     - Tu t'appelleras Nelly, je préfère.
     La rouquine a un geste qui signifie qu'à ses yeux, ça n'a aucune importance.
     Comme elle ébauche un mouvement pour s'approcher de l'entrée d'une traboule, il lui prend le bras et l'oblige à faire face. Son regard est plus noir, plus dur dans la mauvaise lumière qui accentue ses traits. A voix basse, un peu sifflante, comme angoissée, il demande:
     - Le Labrador, ça t'intéresse, toi ?
     Nelly hésite. Son visage rond s'est légèrement creusé. Son œil s'affole un instant, sautant d'un point à l'autre de ce visage qui doit l'effrayer un peu. Elle murmure, comme pour chercher une excuse:
    - Est-ce que les femmes peuvent ...
     Il l'interrompt:
     - Pas question que tu fasses partie de l'expédition, c'est trop dur. Mais y a un poste, avec des maisons, sur la côte, North West River Post, ça s'appelle. C'est là qu'on débarque en venant de Terre-Neuve. Faut qu'on y laisse quelqu'un pour s'occuper des réserves et organiser tout en notre absence. Ça, tu pourrais! Peut-être appeler du secours si on est mal embringués.
     Nelly hoche la tête. Freddy répète:
     - Ça, tu pourrais ... Et tu aurais part égale du butin quand la mine serait exploitée.
     - Tout de même, souffle Nelly, c'est quelque chose !... Et si loin. Doux Jésus!
     Elle n'a formulé aucun accord, mais déjà tout en elle exprime la soumission. Chaque fois que l'homme prononce un nom comme Saint-John's en Terre-Neuve, James Bay ou North West River Post, son regard se noie dans l'inconnu. Ses paupières battent. Les ailes de son petit nez en pied de marmite frémissent comme si elle respirait déjà ce terrible vent du nord porteur de flocons acérés et de lames glaciales. Il faut un long moment de silence avant que sa tête ne fasse oui lentement, non point comme à regret, mais au contraire avec quelque chose de parfaitement assuré.
     De la même manière que s'il la poussait déjà vers la passerelle du bateau, le barbu la fait pivoter en direction de l'entrée qui ouvre sur une obscurité épaisse d'où coulent des remugles de vaisselle et d'urine.
     - Allons, dit-il
Et elle va en disant:
     - Y a pas d'lumière, faut te laisser mener.
     Le prenant par la main, elle le guide entre ces murs suintants, puis par un escalier un colimaçon qui n'en finit plus de se visser dans les hauteurs de la nuit.
     Ils montent lentement, posant les pieds où les marches de pierre usées sont le plus larges. Enfin, ils atteignent un couloir où pénètre par une lucarne une vague lueur. Nelly s'arrête, lâche la main de Freddy et fait tourner sa clef dans une serrure qui claque comme une tapette à rats."

Bernard Clavel, L'homme du Labrador
(Chapitre 3)

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